
unserem Sinne nicht formen.
So wie man sie uns gab,
so muss man sie haben und lieben,
sie erziehen aufs Beste
und jegliches gewähren lassen,
denn der eine hat die,
der andere andere Gaben.
Jeder braucht sie und jeder
ist doch nur auf eigene Weise
gut glücklich.
(J.W. von Goethe)
Captcha Abfrage
| Christine |
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Einfach nur gut - wunderbar diese Realsatiren. Freu mich schon auf mehr...
LG, Christine |
| 22.6.2007-17:03 |
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| Cornelia |
| Prima! |
| 28.1.2007-19:43 |
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| Gabriela |
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Koestlich! Selten solch Erinnerungsgrinsen gehabt :-)
Ich freu mich auf weitere Stossseufzer ;-) LG Gabriela |
| 27.1.2007-22:15 |
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| Hötti |
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Wunderbar, Susanne! Wie alles von dir... und wie im echten Leben!
LG Hötti |
| 27.1.2007-14:54 |
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| Sabine |
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Hallo und herzlich willkommen in der Bloggerwelt. Liest sich ja flott hier. Schön, werde wiederkommen !!!
LG Sabine |
| 26.1.2007-14:45 |
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| BLW |
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Viel Spass mit all den neuen Features der aktuellen Version
Die BLW´s |
| 23.1.2007-20:15 |
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Online seit dem: 25.01.2007
in Tagen: 711
Ausgewählter Beitrag
Wohlstandstherapie
Viele Menschen leisten sich heute ja gerne und publikumswirksam die ein oder andere Therapie.
Ich habe Glück.
Statt mir einen Wohlstandstherapeuten suchen und bezahlen zu müssen, gönne ich mir mehrmals im Jahr Elternsprechtage.
Elternsprechtage offenbaren mir weitaus schonungsloser und realitätsnäher als das je einer dieser Wohlstandstherapeuten könnte meine gespaltene und multiple Persönlichkeit und – ein nicht zu verachtendes Kriterium – ich erhalte kostenlos vielfältige Ratschläge in Bezug auf meine Persönlichkeit.
Und das nicht etwa nur sporadisch, nein, sehr regelmäßig in Form einer Langzeittherapie mit wechselnden Therapeuten, was den Vorteil der Sichtweisenveränderung hat.
Ich erinnere mich noch sehr gut an meinen persönlichen Therapiebeginn im Jahre 1996.
Gänzlich unbedarft startete ich in meinen ersten eigenen Elternsprechtag, viele leere Blätter vor mir, um mir eifrigst Notizen machen zu können.
„Sie sind viel zu nett und ruhig!“ eröffnete mir mein erster Gesprächspartner und ich Anfängerin suhlte mich geradezu in diesen Worten, naiv annehmend, dies sei ein Kompliment.
„Müssen Sie immer so streng sein?“ wurde ich bereits beim zweiten Gespräch rüde gefragt und schon da fiel es mir ein ganz klein wenig schwer, den Bogen von meiner ruhigen, netten Persönlichkeit zu jenem viel zu strengen Wesen zu schlagen.
Aber so ein Tag hat viele Facetten und ist ja nach zwei Gesprächen lang noch nicht zu Ende.
„Lassen Sie uns über lehrergerechte Kleidung sprechen!“ forderte mich im Laufe des Tages ein Vater auf und schaute missbilligend auf meine Standardjeans und das unifarbene T-Shirt.
Es gelang mir ein uneleganter Übergang zur Leistung seines Kindes, aber die Tür in meine Lehrerseele hatte sich soeben ein klitzekleines Stück geöffnet.
Nach 28 Gesprächen hatte ich abends eine Menge Notizen zu sichten und sah mich in einem völlig anderen und neuen Licht.
War ich mir am Morgen noch darüber im Klaren gewesen, dass ich eine selbstbewusste gestandene Frau war, so hatte mir der Tag erste Einblicke in meine multiple Persönlichkeit gegeben.
Neben dem ruhigen und ausgeglichenen Wesen, wohnten noch die Jungenhasserin, die Mädchenhasserin, die Jungenbevorzugerin, die Mädchenbevorzugerin, die Zuvielhausaufgabenaufgebende, die Zuwenighausaufgabenaufgebende, die Zulockerseiende, die Nichtlockergenugseiende, die Zunwenigsingende, die Zuvielkunstmachende, die Schlechtmatherklärende, die Zulangsammatheerklärende, die Zuschnellmatheerklärende, die Garnichtmatheerklärende und gar die Mathegarnichtkönnende in mir.
Es dauerte einige Jahre, bis wir uns alle miteinander bekannt gemacht hatten, aber mittlerweile, so nach 13 erfüllten Lehrerdaseinsjahren, muss ich doch sagen, kommen wir bestens miteinander aus.
Ich freue mich immer auf die Elternsprechtage.
Unsere Runde – ich meine jetzt meine höchst persönliche multiple Runde – wird immer wieder gerne aufs Neue bereichert und wir sind da – eine unserer wenigen Gemeinsamkeiten – durchaus gastfreundlich und nehmen jede neue Persönlichkeit herzlich gerne in unserer Mitte auf.
Und wie schön ist es, einem Mitmenschen, der einen gerade im Galopp mitnimmt durch seine hundertzwölf Alltagstherapien erleichternd aufseufzend mitteilen zu können:
„Ach, ich brauche keine Therapie. Ich bin Lehrerin!“
Denn Eines ist ganz gewiss:
Der nächste Elternsprechtag kommt bestimmt!
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Kommentare zu diesem Beitrag
Genau! Aber es ist ganz einfach: Die Eltern drücken ihre Wünsche aus, wie die Lehrerin ihr jeweiliges Kind behandeln soll. Und möglicherweise haben sie damit auch Recht.
Ein Plädoyer für individuelles Unterrichten könnte sich anschließen.
vom 04.07.2007, 11.29
Oh, wie ich das kenne. Anfangs habe ich mich auch immer gewundert, wieso ich im ersten Gespräch zu hören bekam, ich solle doch strenger sein und im darauffolgenden hörte, ich wäre bei Kind xy vielleicht doch etwas zu streng. Oder auch es gäbe zu viele Hausaufgaben, worauf der nächste Gesprächspartner, dessen Kind in die selbe Klasse ging, mir mitteilte, ich sollte den Kindern doch ruhig mehr Hausaufgaben aufgeben.
Wie gut, dass wir einen Beruf haben, in dem jede Mutter und jeder Vater besser als wir selber weiß, wie genau wir uns im Unterricht verhalten und in dem jeder für uns gute Ratschläge parat hat.
Manchmal ist es schon seltsam, dass wir diesen Beruf trotzdem mögen!
vom 30.06.2007, 23.08



lach. das lustige ist, dass die kinder aber meist überhaupt kein problem haben, sich mit den lehrern zu arangieren. der eine ist strenger, der andere lockerer und der dritte ist irgendwo dazwischen. es sind die eltern die "meinen" man müsste doch... ich bin froh, dass meine kinder (auch) dank der schule andere regeln/massstäbe kennenlernen. sie können davon nur profitieren. mein sohnemann hatte vor 3 jahren eine ziemlich militärischorientierte musiklehrerin. ich fand diese dame schrecklich. meinem sohn gefiel der unterricht aber und da er und nicht ich die stunden hatte... *maul-halten*. liebe grüsse, andrea
vom 21.08.2007, 10.39